Western Union oder Wise – Was bieten sie Schweizer Kunden?

Alexandra Vogt

Western Union und Wise gehören zu den bekanntesten Anbietern, wenn es um internationale Geldtransfers geht. In der Schweiz erfreuen sich beide wachsender Beliebtheit. Zeit, einmal nachzusehen, welcher Dienst sich für Schweizer Kunden besser eignet. In diesem Vergleich von Wise vs. Western Union schauen wir uns Gebühren, Wechselkurse und Funktionen genau an und finden heraus, welcher Anbieter im Alltag mehr bietet.

Western Union vs Wise: Funktionen und Gebühren in der Schweiz im Überblick

Sowohl Western Union als auch Wise ermöglichen internationale Überweisungen, unterscheiden sich aber deutlich in Geschäftsmodell, Transparenz und Kosten. Während Wise auf digitale Lösungen und echte Wechselkurse setzt, kombiniert Western Union traditionelle Bargeldtransfers mit Online-Angeboten.

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich Wise und Western Union in der Schweiz im direkten Vergleich schlagen:

WiseWestern Union
Unterstützte Währungen140+ Länder und 40+ WährungenÜber 200 Länder & Territorien
TransfergebührenAb 0,23 %, Rabatte bei Beträgen über 20’000 CHFAb 0 CHF, abhängig von Ein- und Auszahlungsart
WechselkursDevisenmittelkurs ohne AufschlagWechselkurs mit Aufschlag
Transferdauer0-2 Tage, je nach Option; \ 87 % innerhalb von 1 Stunde0-2 Tage, je nach Option
EinzahlungsmethodenBanküberweisung, Debit-/Kreditkarte, Guthaben im Wise-Konto, Apple und Google PayBanküberweisung, Klarna, Debit-/Kreditkarte, Bargeld
Transferlimite1’300’000 CHF5’500 CHF bei Barauszahlung, \ 14’000 CHF bei Überweisungen

(Stand: November 2025)1,2,3

Auf den ersten Blick zeigt der Vergleich von Wise und Western Union in der Schweiz bereits einige Unterschiede bei Gebührenstruktur und Schwerpunkten. Während der Online-Zahlungsdienstleister Wise mit einer klar vom Wechselkurs getrennten Gebühr arbeitet und auch das Überweisen von hohen Beträgen ermöglicht, setzt Western Union hauptsächlich auf im Wechselkurs integrierte Gebühren und ein ergänzendes Filialnetzwerk, dass auch Bargeldzahlungen unterstützt. Wer also oft ins Ausland überweist, sollte sich genau ansehen, welcher Anbieter besser zum eigenen Nutzungsverhalten passt und günstigere Gebühren für den jeweiligen Transfer bietet.1,2,3

Western Union vs Wise: Auslandsüberweisungen

Während Wise auf Transparenz bei Gebühren und digitale Effizienz setzt, kombiniert Western Union seine jahrzehntelange Erfahrung mit einem klassischen Filialnetz.

Welche Gebühren fallen bei Western Union und Wise für Auslandsüberweisungen an?

Bei Western Union beginnen die Transfergebühren offiziell bei 0 CHF, doch ganz so einfach ist es nicht. Der Anbieter verdient zusätzlich an Wechselkursaufschlägen, die je nach Währung, Zahlungsmethode und Betrag stark variieren können. Gebühren und Kurse können sich jederzeit ändern, weshalb man genau hinsehen sollte, bevor man Geld sendet.3,4

Wise verfolgt hier einen anderen Ansatz: Die Gebühren werden getrennt vom Wechselkurs berechnet und angezeigt. Sie starten bei 0,23 % und sinken bei steigenden Beträgen. Wer innerhalb eines Monats über 20’000 CHF überweist, profitiert von einem zusätzlichen Rabatt. Die Gebühren werden immer transparent angezeigt, bevor du überweist. So siehst du genau, wie viel ankommt und was es kostet.

Wie gut sind die Wechselkurse von Western Union und Wise?

Bei Western Union gibt es einen Aufpreis auf den Wechselkurs, wodurch ein direkter Vergleich von Wechselkurs und Gebühren mit anderen Anbietern nicht so einfach ist. Hier lohnt es sich also, Vergleichsrechner zu nutzen, um zu überprüfen, wie viel am Ende beim Empfänger ankommt. Der Anbieter weist selbst darauf hin, dass sich Gebühren und Kurse ohne Ankündigung ändern können.1

Bei Wise erhältst du den Devisenmittelkurs, also einen Mittelwert zwischen An- und Verkaufspreisen für die jeweilige Währung. Das bedeutet: egal, ob du 100 oder 10’000 CHF überweist, der Wechselkurs bleibt gleich.

Wie lange dauern Transfers mit Western Union oder Wise?

Western Union punktet vor allem bei Bargeldüberweisungen: Zahlungen mit Kredit- oder Debitkarte können oft innerhalb von Minuten in bar bei einer Filiale abgeholt werden. Das ist praktisch, wenn es schnell gehen muss. Wird das Geld jedoch auf ein Bankkonto gesendet, dauert es in der Regel ein bis zwei Tage, abhängig vom Zielland.2

Wise nutzt soweit möglich ein eigenes Netzwerk an lokalen Bankkonten, wodurch viele Transfers wie nationale Überweisungen abgewickelt werden. Rund 74 % der Zahlungen kommen in Echtzeit an, 96 % innerhalb von 24 Stunden. Schneller geht es bei Bank-zu-Bank-Transfers auch bei anderen Anbietern kaum.

Swift-Zahlungen, Einzahlungen per Banküberweisung, Wochenenden bzw. Feiertage und etwaige zusätzliche Überprüfungen können zu Verzögerungen führen. Die erwartete Transferdauer wird dir beim Aufsetzen der Zahlung angezeigt und über die App bzw. Webseite kannst du jederzeit den aktuellen Stand deiner Auslandsüberweisung nachsehen.

Überweisungen grosser Beträge

Bei Western Union hängen die Überweisungslimiten von Zielland und Zahlungsart ab. Von der Schweiz nach Deutschland lassen sich zum Beispiel maximal 4’700 CHF mit Kreditkarte überweisen. Bei Bareinzahlungen sind maximal 5’500 CHF möglich. Wer hingegen Klarna oder Google Pay nutzt, kann bei Western Union Überweisungen bis zu 14’000 CHF senden.1,3,4

Bei hohen Summen ist Wise klar im Vorteil: Ab 20’000 CHF pro Monat sinken die Gebühren sogar automatisch. Du kannst per Banküberweisung oder Guthaben auf deinem Wise-Konto bis zu 1,3 Millionen CHF pro Transfer senden. Mit Karte liegt das Limit bei 3’500 CHF.

Mehr zum Überweisen hoher Beträge mit Wise

Eine Frau überweist Geld auf einem Tablet und hält eine Bankkarte in der Hand

Wie kann ich Geld bei Western Union und Wise einzahlen?

Western Union deckt viele Einzahlungsoptionen ab, von digitalen Zahlungsmitteln bis hin zu Bargeld. Abhängig von der jeweiligen Methode variieren die Höchstgrenzen. Mit Kredit-/Debitkarte liegt sie bei 4’700 CHF, mit Bargeld bei 5’500 CHF und mit Google Pay bzw. Klarna bei 14’000 CHF.

Einzahlungsmöglichkeiten bei Western Union in der Schweiz:3

  • Google Pay: Bequem per Mobile Wallet
  • Klarna: Sofortzahlung online
  • Debit- oder Kreditkarte: Schnell, aber oft mit höheren Gebühren
  • Bargeld: Direkt in der Filiale

Bei Wise läuft alles digital. Dabei kannst du entscheiden, ob du eine der Einzahlungsmethoden oder bereits vorhandenes Guthaben in deinem Wise Konto nutzt. Für Debit- und Kreditkarten gilt eine Limite von 3’500 CHF pro Einzahlung, ansonsten sind bis zu 1,3 Mio CHF pro Transaktion möglich.

Einzahlungsmethoden bei Wise in der Schweiz:

  • Banküberweisung: Kostengünstig und ideal für grössere Beträge
  • Debitkarte: Schnelle Einzahlungen in Echtzeit
  • Kreditkarte: Flexibel, aber je nach Karteninhaber etwaige Zusatzgebühren
  • Guthaben im Wise-Konto: Die günstigste Option, direkt aus deinem bestehenden Saldo

Wie kann ich Geld bei Western Union bzw. Wise erhalten?

Das Empfangen von Auslandsüberweisungen funktioniert bei Western Union in über 200 Ländern auf verschiedene Arten. Besonders praktisch: Der Empfänger muss kein eigenes Bankkonto besitzen, um an Bargeld zu kommen.

So kannst du Geld mit Western Union empfangen:1,4

  • Bankkonto: Das Geld landet direkt auf dem Konto des Empfängers.
  • Bargeld: In nur wenigen Minuten an einem der zahlreichen Western Union Standorte weltweit abholen.
  • Mobile Wallet: In ausgewählten Ländern kann das Geld direkt auf eine digitale Handy-Wallet geschickt werden.
  • Digitales Western Union Konto (in ausgewählten Ländern): Geld lässt sich auch an Empfänger mit einem WU Digital Account senden.

Mit Wise läuft das Empfangen von Geld komplett digital ab. Verwendet der Empfänger dabei ein Wise Multi-Währungskonto, dann funktioniert dieses wie eine Sammlung lokaler Bankkonten für 8+ Währungen.

So kannst du Geld mit Wise empfangen:

  • Lokale Kontodetails: Eigene IBANs und Kontonummern in 8+ verschiedenen Währungen (z.B. EUR, USD, GBP, AUD, NZD).
  • Überweisungen: An ein Bankkonto in 140+ Ländern.
  • Wise Debitkarte: Bis zu 4’000 EUR täglich / 20’000 EUR bzw. Gegenwert in CHF monatlich auf deine Wise-Karte erhalten.
  • Wisetag: Lass dir Geld von anderen Wise-Nutzern oder externen Kontakten an deinen Wisetag senden, ohne umständliche Kontodaten anzugeben.
  • Zahlungsanfrage: Zahlungsaufforderungen per Zahlungslink teilen.

Im Vergleich von Western Union und Wise zeigt sich, dass sich Western Union besonders durch die Möglichkeit von Bargeldtransfers auszeichnet. Wise punktet hingegen mit lokalen Kontodetails für unterschiedliche Währungen, einer Debitkarte und der Option, Zahlungen anzufordern.

Welcher Anbieter eignet sich besser für Schweizer Kunden – Wise oder Western Union?

Beide internationale Zahlungsdienstleister haben ihre Stärken, doch sie sprechen teils unterschiedliche Bedürfnisse an. Western Union deckt mit mehr als 200 Ländern auch selten gefragte Währungspaare ab. Filialen vor Ort und Bargeld-Optionen für Ein- und Auszahlung ermöglichen es, selbst ohne Bankkonto oder Kreditkarte Geld ins Ausland zu schicken – auch wenn die Gebühren dafür unter Umständen deutlich höher sind.

Wise dagegen richtet sich auch an Nutzer, die im Alltag oder Urlaub regelmässig Fremdwährungen über das Gesamtpaket aus Multi-Währungskonto und internationaler Debitkarte nutzen, oder hohe Summen ins Ausland senden. Dabei legt der Anbieter viel Wert auf Transparenz – sowohl bei Gebühren und Wechselkurs, als auch bei der Verfolgung jeder Transaktion.

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FAQ

Was sind die Limiten für Überweisungen mit Western Union oder Wise in der Schweiz?

Bei Wise kannst du bis zu 1,3 Millionen CHF pro Überweisung senden, sofern du per Banküberweisung einzahlst oder Guthaben in deinem Wise-Konto nutzt. Bei Kartenzahlung liegt das Limit bei 3’500 CHF. Western Union erlaubt je nach Methode und Ziel unterschiedlich hohe Beträge zwischen 4’700 CHF und 14’000 CHF.

Welcher Anbieter hat bessere Verfügbarkeit weltweit – Wise oder Western Union?

Western Union bietet mit über 200 Ländern und Territorien eines der grössten Transfernetzwerke der Welt. Das macht den Anbieter insbesondere für weniger übliche Währungen oder Barzahlungen interessant. Mit rund 140+ Ländern und 40+ Währungen deckt Wise ebenfalls die meisten gängigen Währungen ab. Der Fokus liegt aber stärker auf digitalen Transfers – ideal für Kunden, die keine Bareinzahlung oder -abholung benötigen.

Kann ich Geld von Western Union zu Wise überweisen?

Ja, du kannst Geld mit Western Union an ein Konto bei Wise senden. Für eine Einzahlung auf das eigene Wise Konto solltest du aber lieber direkt über Wise einzahlen.

Wie ist der Überprüfungsprozess für Kunden von Wise und Western Union?

Beide Anbieter verlangen eine Identitätsprüfung, meist mit einem Ausweis oder Reisepass. Bei Wise erfolgt die Verifizierung vollständig online und dauert meist nur wenige Minuten. Western Union bietet sowohl die digitale als auch die persönliche Verifizierung in der Filiale an. Beide Systeme erfüllen die Schweizer Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche.

Wie unterscheiden sich die Gebührenmodelle von Wise und Western Union?

Wise berechnet transparente, prozentuale Gebühren ab 0,23 %, die bei höheren Beträgen sinken. Der Wechselkurs entspricht dem echten Devisenmittelkurs, ohne versteckte Aufschläge. Western Union wirbt auf den ersten Blick mit niedrigen oder keinen Gebühren, berechnet aber einen Aufschlag auf den Wechselkurs.

Quellen (Stand 11.11.2025):
  1. Western Union – Internationale Geldtransfers
  2. Western Union – FAQ
  3. Western Union – Geld an ein Bankkonto senden
  4. Western Union – Geld senden

*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.


*Bitte siehe dir unsere Nutzungsbedingungen und die Produktverfügbarkeit für deine Region an oder besuche die Wise-Gebührenseite für die aktuellsten Informationen zu Preisen und Gebühren.

Die in dieser Publikation enthaltenen Informationen stellen keine rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen professionellen Beratungsfunktionen seitens Wise Payments Limited oder mit Wise verbundenen Unternehmen dar. Die Publikation ist nicht als Ersatz für die Einholung einer Steuerberatung durch einen Wirtschaftsprüfer oder Steueranwalt gedacht.

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