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Mehrwertsteuer in Deutschland 2021.

Beziehst du Waren oder Dienstleistungen aus dem Ausland oder bereitest dich auf eine Reise vor? Erfahre, wie du die Mehrwertsteuer zu deinem Vorteil nutzt.
Mehrwersteuer

Mehrwertsteuer: eine Definition

Was ist MwSt?

Die Mehrwertsteuer, kurz MwSt., ist eine Steuer, die vom Staat auf Produkte und Dienstleistungen erhoben wird.
In der Regel fällt sie jedes Mal an, wenn etwas gekauft wird.

Unternehmen haben für ihre Waren und Dienstleistungen Nettopreise und schlagen darauf die Mehrwertsteuer auf.
Diese wird anschließend vom Käufer bezahlt. Der Unternehmer muss die vereinnahmte Mehrwertsteuer dann an
das Finanzamt weiterreichen.

Aufgrund dieser Struktur nennt man es auch eine indirekte Steuer. Denn derjenige, der die Steuer an das Finanzamt
schuldet (Unternehmer) ist nicht derselbe, der sie auch bezahlt (Endverbraucher).

Wie hoch ist die aktuelle Mehrwertsteuer in Deutschland?

In Deutschland gibt es für verschiedene Waren unterschiedliche Mehrwertsteuersätze, entweder 19 % oder 7 %. Folgende Steuersätze gelten nach §12 UStG:

MwSt-de

MwStWhat the rate applies to

Regelsteuersatz - 19%

Der Regelsteuersatz ist 19%. Er wird bei den meisten Waren und Dienstleistungen angewendet.

Ermäßigter Steuersatz - 7%

Der ermäßigte Steuersatz ist 7 % — er gilt für Güter des täglichen Bedarfs: Essen, Bücher, Kultur-Dienstleistungen, Hotel Aufenthalte, medizinische Versorgung.

Keine Besteuerung - 0%

Keine Besteuerung gibt es beim internationalen Transport, innergemeinschaftlichen Lieferungen & Leistungen sowie gewissen Ausnahmen wie Briefporto. Dennoch muss der Verkauf dieser Waren auf der Umsatzsteuervoranmeldung angegeben werden.

MwSt Senkung.

Am 29. Juni 2020 beschloss die Bundesregierung eine vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer. Ausgangspunkt war die Corona Pandemie und durch diese Maßnahme erhoffte man sich eine Stärkung der Wirtschaft, da die Preise für Endkunden nun geringer waren. Die Mehrwertsteuersätze wurden von 19 % auf 16 % und von 7 % auf 5 % gesenkt.

Diese verminderten Steuersätze galten vom 1. Juli bis zum 31. Dezember 2020. Mittlerweile sind die Steuersätze wieder auf das alte Niveau angehoben. Die einzige Ausnahme davon sind vor Ort verzehrte Speisen in der Gastronomie, für die bis Ende Juni 2021 eine Übergangsfrist besteht.

mwst senkung

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What are the VAT rates in other countries?

Wie hoch sind die Mehrwertsteuersätze in anderen Ländern?
Land

Wer muss Mehrwertsteuer berechnen?

In Deutschland muss jedes Unternehmen Mehrwertsteuer auf seine Waren und Dienstleistungen berechnen. Die Ausnahme davon sind Kleinunternehmer. Bis zu einer Umsatzgrenze von 22.000 € im Jahr kann man sich entscheiden Kleinunternehmer zu sein und darf keine Mehrwertsteuer berechnen oder Vorsteuer geltend machen. Das vereinfacht die Prozesse für den Unternehmer und das Finanzamt.

Für reguläre Unternehmer funktioniert es so, dass sie auf die Nettopreise für ihre Produkte die Mehrwertsteuer berechnen. Kauft ein Kunde das Produkt, so zahlt dieser die enthaltene Mehrwertsteuer an das Unternehmen. Das Unternehmen muss die vereinnahmte Steuer allerdings in gleicher Höhe an das Finanzamt weitergeben. Das Unternehmen fungiert also in der Mehrwertsteuer-Beziehung zwischen Kunden, Unternehmen und Finanzamt als Steuereintreiber, der Kunde als Zahler und das Finanzamt als Empfänger.

Wer muss Mehrwertsteuer berechnen?

Wie funktioniert Mehrwertsteuer?

Mehrwertsteuer entsteht in jedem Abschnitt bei der Herstellung von Waren, jedes Mal wenn Werte erzeugt werden und ein Verkauf stattfindet. Daher kommt auch der Name Mehrwertsteuer. Es ist dafür ausgelegt vom Endverbraucher gezahlt zu werden. Hier ist ein Beispiel:

Ein Lieferant verkauft für 119 € einen Badmintonschläger an ein Geschäft. Der Lieferant schuldet nun 19 € Umsatzsteuer, die er an das Finanzamt abführen muss. Dies meldet er mittels der Umsatzsteuervoranmeldung an.

Das Geschäft zahlt 119 €, kann die gezahlte Umsatzsteuer von 19 € aber als Vorsteuer geltend machen und sie quasi vom Finanzamt wieder holen. Das Geschäft verkauft den Schläger nun für 238 € an einen Kunden. Dabei entstehen 38 € Mehrwertsteuer, die der Kunde, als Endverbraucher, bezahlt.

Von den 38 € Mehrwertsteuer die das Geschäft eingenommen hat, muss es nun nur 19 € an das Finanzamt weitergeben, da es 19 € bereits beim Erwerb des Schlägers an den Lieferanten gezahlt hat.

Wie funktioniert Mehrwertsteuer?

Mehrwertsteuererstattung.

Wenn dein Unternehmen umsatzsteuerpflichtig ist, kannst du dir die gezahlte Umsatzsteuer zurückholen. Das nennt sich Vorsteuerabzug. Die Mehrwertsteuer die du aufgrund der verkauften Waren und Dienstleistungen schuldest, nennt sich hingegen Zahllast.

Das Finanzamt verrechnet deine Vorsteuer mit deiner Zahllast und daraus ergibt sich der Gesamtbetrag, den du zahlen musst. Wenn du mehr Umsatzsteuer bezahlt als vereinnahmt hast, kommt es zu einer Umsatzsteuer Erstattung.

Dafür solltest du immer alle Rechnungen aufbewahren, die du erhältst. Zudem müssen sie von einem anderen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen ausgestellt worden sein, damit du zum Vorabzug berechtigt bist.

Mehrwertsteuererstattung.

Unterschied zwischen Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer?

Wenn von Mehrwertsteuer und Umsatzsteuer die Rede ist, dann handelt es sich im Prinzip um dasselbe, nur aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Bei vielen Menschen sorgen diese beiden Begriffe für Verwirrung, dabei ist es im Prinzip ganz einfach.

Bei der Umsatzsteuer handelt es sich um den steuerlichen Fachbegriff, der auch im Umsatzsteuergesetz definiert ist und sich auf Unternehmen bezieht. Die Mehrwertsteuer hingegen beschreibt die Steuer aus Sicht des Konsumenten. Er zahlt sie beim Kauf von Waren und Dienstleistungen.

Der Unternehmer berechnet die Umsatzsteuer und der Endkunde zahlt die Mehrwertsteuer. Kauft ein umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer etwas bei einem anderen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmer, so zahlt er dort auch die Umsatzsteuer. Allerdings kann er diese als Vorsteuer geltend machen und sie ist für ihn nur ein durchlaufender Posten. Die Mehrwertsteuer hingegen, ist eine tatsächliche Einnahme des Staates, welche vom Endverbraucher bezahlt wird.

UmsatzsteuerMehwertsteuer

offizieller Begriff

landläufig eingebürgerter Begriff

zahlen Unternehmen

zahlen Endverbraucher

Höhe entspricht dem Wert der MwSt.

Höhe entspricht dem Wert der Umsatzsteuer

leitet sich von den erwirtschafteten Umsätzen ab Überbegriff für diese Steuerart

Leitet sich von den erzeugten Wertsteigerungen ab diese Steuerart aus Sicht des Verbrauchers

unabhängig vom tatsächlichen Gewinn

unabhängig vom tatsächlichen Gewinn

durchlaufender Posten

tatsächliche Einnahme des Staates

FAQ zu MwSt.

Im Einklang mit der Mehrwertsteuerregelung zu stehen bedeutet, gemäß des deutschen Umsatzsteuergesetzes (UStG) zu agieren.

Dazu gehört es, die korrekten Rechnungen vorzubereiten, relevante Aufzeichnungen für 7 Jahre zu verwahren und legitime Wechselkurse zu verwenden.

Als umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen:

  1. Musst du MwSt. auf alle steuerbaren Waren und Dienstleistungen berechnen die du verkaufst.
  2. Musst du eine Umsatzsteuererklärung für das vergangene Jahr einreichen.
  3. Kannst du dir gezahlte Umsatzsteuer, die du für Waren und Dienstleistungen gezahlt hast, erstatten lassen.

Wenn du deine Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt übermittels, musst du selbst dann Umsatzsteuer zahlen, wenn du sie dem Kunden nicht berechnet hast. Deine Preise gelten dann als Bruttopreise inklusive Mehrwertsteuer.

Als umsatzsteuerpflichtiger Unternehmer in der EU bekommst du eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (USt-IdNr.), um den innergemeinschaftlichen Handel zu vereinfachen. Sie ist zum Beispiel eine Pflichtangabe auf Rechnungen zwischen zwei Unternehmern in der EU.

Es gibt ein paar Waren und Dienstleistungen die von der Mehrwertsteuer befreit sind. Dazu gehören:

  • Bildung
  • Versicherungen und Finanzdienste
  • Spendenaktionen von Wohltätigkeitsorganisationen
  • Medizinische Versorgung und gesundheitliche Leistungen

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