IBAN oder SWIFT-Code: Was ist der Unterschied und was brauchst du in der Schweiz?
IBAN oder SWIFT-Code? Was sie bedeuten, wann du sie in der Schweiz brauchst und wie sie sich voneinander sowie von TWINT, QR-Rechnung und Co. unterscheiden.
Sobald es darum geht, Geld aus der Schweiz ins Ausland zu versenden, kommt als Nächstes die Frage auf, ob man dafür zur Bank gehen oder doch lieber einen spezialisierten Zahlungsdienstleister nutzen sollte. Western Union gehört zu den etablierten Anbietern für Überweisungen ins Ausland. Wir zeigen dir hier, wie du mit Western Union Geld ins Ausland senden kannst und was du dabei alles zu beachten hast.
Ausserdem stellen wir dir eine günstige und unkomplizierte Alternative mit Wise vor. Damit kannst du ganz bequem online Geld in 140+ Länder überweisen und per Echtzeit-Tracking verfolgen.
Mehr über Auslandsüberweisungen mit Wise
Western Union ist ein US-amerikanischer Anbieter für internationale Geldtransfers, der in mehr als 200 Ländern weltweit seine Dienstleistungen anbietet. In der Schweiz ist das Unternehmen vor allem durch seine Standorte an mehr als 170 SBB-Bahnhöfen bekannt.1
Seit 1. Januar 2026 können die Dienste von Western Union jedoch nicht mehr über Postfilialen in der Schweiz genutzt werden.2
Auslandsüberweisungen mit Western Union sind nicht mehr zwingend an den Besuch einer Filiale gebunden. Mittlerweile kann der Zahlungsdienst auch online über die Western Union Webseite und App genutzt werden.
Für Online-Überweisungen kann man bei Western Union per Kredit- und Debitkarte sowie Google Pay zahlen. In den Filialen ist zusätzlich die Bezahlung mit Bargeld möglich.3
Die Dauer einer Überweisung mit Western Union variiert je nach Land und gewählter Zahlungsmethode für die Ein- und Auszahlung. Grundsätzlich wird die Transaktion schneller abgewickelt, wenn sich der Empfänger für eine Barabholung entscheidet.
Auch Geldtransfers an Mobiltelefone kommen innerhalb von Minuten an, sind aber nur in ausgewählten Märkten und Netzwerken verfügbar.4
Eine Überweisung auf ein Bankkonto nimmt bei Western Union hingegen durchschnittlich 1-2 Arbeitstage in Anspruch.4 Das kann ein ausschlaggebendes Kriterium sein, falls es mit einer Überweisung sehr eilen sollte. Eine Transaktion, die am Freitag beantragt wird, wird so beispielsweise oft frühestens am Montag ausgeführt – vielleicht benötigt der Empfänger das Geld allerdings bereits am Wochenende.
Ebenso wie die Transferdauer hängen auch die Überweisungsgebühren bei Western Union von der gewählten Zahlungsmethode und dem jeweiligen Währungspaar ab. Transaktionen, bei denen in bar ein- und/oder ausgezahlt wird, sind generell teurer als rein digitale Transaktionen.
Zudem gibt es zu beachten, wie Western Union Gebühren deklariert: Auch wenn die Online-Überweisungsmaske von Western Union beispielsweise 0 CHF als Gebühren angibt, zeigt sich beim Durchklicken der unterschiedlichen Zahlungsgebühren schnell, dass der gebotene Wechselkurs variiert. Auch im Kleingedruckten findet sich ein Hinweis, dass Western Union über den Währungsumtausch Geld verdient – in der Regel durch einen nicht separat aufgeführten Aufschlag auf den Wechselkurs.5
Für Transaktionen mit Western Union gibt es einen Maximalbetrag von 5,500.00 CHF. Grössere Beträge müssen in mehrere Transaktionen aufgeteilt werden. Im Vergleich zu alternativen Anbietern ist diese Limite eher niedrig. Je nach Natur der Transaktion kann dies ganz schön lästig sein, denn vielleicht benötigst du ja wirklich den gesamten Betrag, den du eigentlich auf einmal überweisen lassen wolltest auch auf einmal im Ausland.

Der Empfänger hat bei Western Union grundsätzlich zwei Optionen. Entweder holt er sich den Betrag in bar bei einem Geschäftspartner ab; dies ist in mehr als 200 Ländern an hunderttausenden Standorten möglich. Wo sich der nächste Partner von Western Union befindet, lässt sich jeweils direkt über die Webseite des Anbieters herausfinden.
Die zweite Option ist es, das Geld auf ein Bankkonto überweisen zu lassen. Dies ist allerdings eine Vorgehensweise, bei der du die nötige Zeit mit einberechnen musst. Banküberweisungen nehmen in den allermeisten Fällen mindestens einen Arbeitstag in Anspruch.
Es gibt viele Gründe, warum sich jemand mit Western Union Geld ins Ausland schicken lässt. Es kann sein, dass du im Rahmen deines Studiums ein Auslandssemester einlegst und dann auf Geld aus der Schweiz angewiesen bist. Gleichzeitig gibt es auch etliche Menschen, die ihren Lebensabend irgendwo im Ausland verbringen wollen, sich aber die Rente nicht auf ein ausländisches Konto auszahlen lassen können. Auch für sie ist es wichtig, auf Anbieter wie Western Union zurückgreifen zu können, um sich ihr Geld für den Lebensunterhalt von einem Schweizer Konto in ihr Wunschland überweisen zu lassen.
Teilweise kann es auch notwendig sein, Geld auf ein lokales Konto zu überweisen, weil gewisse Transaktionen nur von einem solchen Konto getätigt werden können. Dies gilt zum Beispiel in einigen Ländern, wenn jemand eine Immobilie erwerben möchte. Wer beispielsweise in Spanien zum Liegenschaftsbesitzer werden möchte, muss zwingend ein spanisches Bankkonto haben. Direkte Zahlungen ab einem Bankkonto in der Schweiz werden in diesem Zusammenhang nicht akzeptiert.
Nehmen wir an, du willst einen Betrag nach Deutschland überweisen. Je nach Methode, die du für die Überweisung und die Einzahlung verwenden möchtest, kommt unterschiedlich viel Geld beim Empfänger an. Vor allem kann es auch sein, dass zusätzlich zum Betrag, den du überweisen möchtest, bei Western Union Gebühren fällig werden. Das kann dazu führen, dass du für eine Transaktion mehr als den Betrag aufwenden musst, den du eigentlich überweisen möchtest.
Bei einer Transaktion direkt auf das Bankkonto des Empfängers sind die Wechselkurse meist ein wenig vorteilhafter.
Wie du siehst, variiert der Wechselkurs je nach gewählter Empfangs- und Zahlungsmethode. Western Union spielt sozusagen mit dem Wechselkurs, um selber auch Profit aus der Dienstleistung am Kunden zu machen. Das wird zwar auf der Webseite deklariert, aber doch nur im Kleingedruckten. Du musst also genau hinsehen, um zu erkennen, welche Option dir bei Western Union nun den besten Kurs und die geringsten Gebühren bringt.
Western Union mag zwar weltweit sehr weit verbreitet sein, doch die unterschiedlichen Wechselkurse, je nach gewählter Zahlungs- und Empfangsmethode, machen die Transaktionen sehr unübersichtlich. Dazu kommen schliesslich auch noch Gebühren, die ebenfalls je nach Zahlungs- und Empfangsmethode fällig werden und in jedem Fall zu Lasten der Person gehen, die das Geld versendet.
Eine Möglichkeit, Geld günstig und unkompliziert zu versenden ist Wise. Dort werden Gebühren transparent angegeben und der Devisenmittelkurs verwendet. Wise verwendet den Devisenmittelkurs. Dieser ist der Durchschnitt zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis der Devisen bei Banken.
Mehr über Auslandsüberweisungen mit Wise
Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die Überweisungen mit Western Union sehr sicher und zuverlässig sind. Was hingegen ein wenig stört, ist, dass man bei den Gebühren nur schwer einen Überblick hat. Für fast jede Kombination an Auszahlungs- und Einzahlungsmethode werden unterschiedliche Gebühren bei Western Union fällig. Gleichzeitig verändert sich mit den unterschiedlichen Kombinationen auch der Wechselkurs, den du für deine Transaktion mit einer Fremdwährung erhältst. Das macht den Geldtransfer recht unvorhersehbar.
Einige der Dienstleistungen, die Western Union und Wise anbieten, sind grundsätzlich ähnlich. Bei Western Union sind Transaktionen jedoch deutlich niedriger gedeckelt – bis maximal 5’500 CHF sind je nach Zahlungsart möglich. Auch die Transparenz bezüglich Gebühren und Wechselkursaufschlägen könnte besser sein.
Ein Vorteil von Western Union ist die Möglichkeit der Barabholung. Falls du deine Transaktionen jedoch lieber digital abwickelst, kannst du durch das Vergleichen mit anderen Anbietern wie Wise oft bei deinem Geldtransfer ins Ausland sparen.
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