IBAN oder SWIFT-Code: Was ist der Unterschied und was brauchst du in der Schweiz?

Alexandra Vogt

Möchtest du von der Schweiz aus eine Rechnung in Euro bezahlen, Geld an Familie und Freunde im Ausland senden oder Überweisungen empfangen? Im Zahlungsformular begegnen dir dann in der Regel Begriffe wie IBAN, BIC und SWIFT-Code auf. Was sich dahinter verbirgt und was du davon bei unterschiedlichen Zahlungen brauchst, erfährst du hier.

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Was ist eine IBAN?

IBAN steht für International Bank Account Number. Sie ist die international standardisierte Darstellung einer Kontonummer und wird sowohl für inländische als auch für grenzüberschreitende Überweisungen verwendet.

Eine Schweizer IBAN hat 21 Stellen. Sie setzt sich wie folgt zusammen:

  • «CH» als Ländercode
  • zwei Prüfziffern
  • fünf Ziffern für die Instituts-Identifikation, kurz IID, also z.B. die jeweilige Bank, bei der das Konto geführt wird
  • zwölf alphanumerische Stellen für die Kontonummer¹

Praktisch sieht das Schweizer IBAN-Format also so aus:
«CH12 3456 7890 1234 5678 9».

Andere Länder haben andere IBAN-Längen und Standards. Deutsche IBAN beginnen z.B. mit dem Länderkürzel «DE» und haben insgesamt 22 Stellen, die österreichische Variante mit «AT» besteht immer aus insgesamt 20 Zeichen.

Jede IBAN lässt sich genau einem Konto zuordnen. Sie ist weder eine Kreditkartennummer noch eine Debitkartennummer. Das ist wichtig, weil bei Onlinekäufen häufig Kartendaten verlangt werden, während eine Kontoüberweisung mit einer IBAN ausgelöst wird.

Ein IBAN-Prüfer kann feststellen, ob das Format (Länge, Zeichen, Ländercode etc.) einer IBAN formal stimmt. Bei einer Schweizer IBAN kann zusätzlich die IID geprüft werden. Eine solche Prüfung bestätigt aber nicht, dass das Konto tatsächlich besteht oder dass der genannte Empfänger wirklich der Kontoinhaber ist. Das kann nur das kontoführende Institut bestätigen.¹

Was ist ein SWIFT-Code bzw. BIC?

Der BIC, kurz für Business Identifier Code (früher Bank Identifier Code), ist eine international standardisierte Kennziffer für ein Institut. Im Alltag werden «BIC» und «SWIFT-Code» bei Bankangaben meist gleichbedeutend verwendet.

Ein BIC besteht aus:

  • vier Zeichen für das jeweilige Institut
  • zwei Buchstaben für das Land
  • zwei Zeichen für den Standort
  • optional drei zusätzlichen Zeichen für eine Filiale, Abteilung oder andere Einheit

Ein BIC hat somit acht oder elf Stellen. SWIFT vergibt diese Codes als Registrierungsstelle für den Standard ISO 9362. Nicht jeder BIC ist automatisch mit dem SWIFT-Netzwerk verbunden: Es gibt auch BICs, die nur der Identifikation dienen.²

Was ist SWIFT?

SWIFT steht für Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Die Organisation betreibt unter anderem ein Netzwerk, über das Banken und andere Finanzinstitute standardisierte Nachrichten austauschen. Bei einer SWIFT-Überweisung stellt SWIFT mit diesem Netzwerk also einen Teil der Infrastruktur, führt jedoch nicht die eigentliche Transaktion aus. Das tatsächliche Weiterleiten von Geldern handhaben die angeschlossenen Banken und Finanzinstitute.

IBAN oder SWIFT-Code: Wann brauchst du in der Schweiz welche Angaben?

Zahlung innerhalb der Schweiz

Für eine gewöhnliche Überweisung in CHF verwendest du normalerweise die IBAN des Empfängers. Einen BIC musst du als Privatkunde bei einer Schweizer Inlandzahlung in der Regel nicht manuell eingeben.

Bei einer Rechnung sind die nötigen Daten häufig in einem Swiss QR Code enthalten. Scannst du diesen im Mobile- oder Onlinebanking, werden Empfänger, Konto, Betrag, Währung und Referenz soweit vorhanden übernommen. Trotzdem solltest du die angezeigten Angaben vor der Freigabe kontrollieren.¹ ³

SEPA-Überweisung aus der Schweiz

Die Schweiz gehört zu den Mitgliedsstaaten des SEPA-Verfahrens. SEPA umfasst derzeit 41 Länder und Gebiete und betrifft standardisierte Zahlungen in EUR.⁴ Eine Überweisung in CHF wird also nicht allein deshalb zur SEPA-Zahlung, weil sie an ein Konto in Deutschland, Frankreich oder Italien geht.

Bei einer SEPA-Überweisung genügt gewöhnlich die IBAN. Ausserdem müssen sowohl das sendende als auch das empfangende Institut am SEPA-Verfahren teilnehmen. Andernfalls kann die Zahlung über einen anderen internationalen Zahlungsweg verarbeitet werden.

Für Personen in der Schweiz gibt es eine wichtige Einschränkung: Da SEPA-Zahlungen ausschliesslich in Euro ausgeführt werden, können bei der Währungsumwandlung von CHF zusätzliche Kosten entstehen.⁵ Prüfe die Gebühr und bei einer Umrechnung auch den verwendeten Wechselkurs.

Internationale Zahlung ausserhalb von SEPA

Ausserhalb des SEPA-Netzwerks unterscheiden sich die erforderlichen Daten für Überweisungen stärker. Verwendet das Zielland IBANs, können eine IBAN und ein BIC verlangt werden. In anderen Ländern brauchst du stattdessen eine lokale Kontonummer und eine nationale Bankkennung. Für Zahlungen in die USA kann beispielsweise eine Routing Number relevant sein; die Federal Reserve führt dafür Verzeichnisse der Teilnehmer an Fedwire und FedACH.⁶

Zusätzlich können der vollständige Empfängername, der Name und die Adresse der Bank, ein Zahlungszweck oder weitere Angaben erforderlich sein. Prüfe also die Bankdaten, die dir der Empfänger oder dessen Bank für genau diese Währung und Zahlungsart bestätigt hat.

Günstige und schnelle internationale Überweisungen mit Wise

Auch bei Wise hängen die benötigten Empfängerdaten vom Zielland und der Währung ab. Das können eine IBAN, ein BIC oder lokale Konto- und Bankcodes sein. Falls der Empfänger ebenfalls ein Konto bei Wise hat, kannst du alternativ auch den Wisetag der Person nutzen.

Wise verwendet für den Währungsumtausch den Devisenmittelkurs und zeigt die Gebühr bei einem Währungswechsel im Voraus ganz transparent separat an. Dauer und Kosten unterscheiden sich jedoch nach Route, Betrag und Einzahlungsart.

Wenn du neben klassischen SEPA-Zahlungen auch andere Währungen senden oder halten möchtest, ist Wise eine praktische Option. Der Dienst unterstützt internationale Überweisungen in Euro und in mehr als 40 weiteren Währungen zum Devisenmittelkurs.

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Häufige Fragen zu IBAN und SWIFT-Code bzw. BIC

Ist der SWIFT-Code dasselbe wie der BIC?

Bei Bankangaben werden «SWIFT-Code» und «BIC» meist synonym verwendet. Fachlich ist der BIC die Kennung eines Instituts.

Kann ich nur mit einer IBAN Geld überweisen?

Bei einer Schweizer Inlandzahlung und gewöhnlich auch bei einer SEPA-Überweisung reicht die IBAN meist aus. Bei anderen internationalen Zahlungen können ein BIC, eine lokale Bankleitzahl und Adresse oder weitere Angaben erforderlich sein.

Wie finde ich den BIC einer Bank?

Normalerweise findest du den BIC bzw. SWIFT-Code im E-Banking oder auf der offiziellen Webseite der jeweiligen Bank. Übernimm einen BIC nie ungeprüft von anderen Quellen und bestätige die Daten im Zweifel direkt mit der Bank oder dem Empfänger.

Ist es sicher, meine IBAN weiterzugeben?

Die IBAN wird benötigt, damit dir jemand Geld auf dein Konto überweisen kann. Sie ist kein Passwort und ersetzt keine E-Banking-Zugangsdaten. Prüfe trotzdem regelmässig deine Kontobewegungen und melde ungewöhnliche Belastungen sofort deiner Bank.

Quellen (Stand 17.08.2026):
  1. SIX: IBAN-Prüfer für die Schweiz – Aufbau, Prüfung und Abgrenzung zu BIC und Kartennummer
  2. SWIFT: Business Identifier Code (BIC) – Definition und Aufbau
  3. SIX: QR-Rechnung – Swiss Payment Standards
  4. European Payments Council: The Single Euro Payments Area explained
  5. SIX: SEPA – Bedeutung und Preisregeln in der Schweiz
  6. Federal Reserve Financial Services: E-Payments Routing Directory

*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.


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