IBAN oder SWIFT-Code: Was ist der Unterschied und was brauchst du in der Schweiz?
IBAN oder SWIFT-Code? Was sie bedeuten, wann du sie in der Schweiz brauchst und wie sie sich voneinander sowie von TWINT, QR-Rechnung und Co. unterscheiden.
ACH ist ein US-amerikanisches Zahlungssystem. Trotzdem kannst du auch mit Wohnsitz in der Schweiz damit in Berührung kommen – etwa wenn du Einnahmen oder Dividenden aus den USA erhältst, Zulieferer in den Staaten bezahlst oder Geld an ein US-Bankkonto sendest und dabei zwischen ACH, Wire und SWIFT wählen musst.
Hier erfährst du, wie ACH funktioniert, wie lange eine Zahlung dauert und was es im Vergleich zu in der Schweiz üblichen Zahlungsmethoden zu beachten gilt.
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ACH steht für «Automated Clearing House» und bezeichnet ein Zahlungsnetzwerk in den USA. Es wird für Lohnzahlungen, Rechnungen, Steuererstattungen, Hypotheken, Abonnements und Unternehmenszahlungen verwendet. Die Aufsichtsorganisation Nacha (National Automated Clearing House Association) legt die Regeln für das Netzwerk fest, bietet Fortbildungen und Akkreditierungen, Risikomanagement sowie weitere Services, verarbeitet die Zahlungen aber nicht selbst.¹
Über das ACH-Netzwerk lassen sich US-Dollar zwischen teilnehmenden US-Finanzinstituten übertragen. Dabei werden Kontonummer und Routing Number verwendet – nicht die in der Schweiz und der EU vertraute IBAN. ACH-Zahlungen sind deshalb keine internationale Überweisungsmethode.
Eine ACH-Zahlung läuft vereinfacht in fünf Schritten ab:
Deshalb kommt eine ACH-Überweisung nicht zwingend sofort an: Neben der Autorisierung sind Übermittlung, Verrechnung und Buchung nötig.
Das ACH Network unterstützt zwei grundlegende Zahlungsrichtungen:
Bei ACH Credit stösst der Zahler die Zahlung an. Das Geld wird also auf das Konto des Empfängers «geschoben». Typische Beispiele sind:
Bei ACH Debit zieht der Zahlungsempfänger den Betrag nach einer entsprechenden Autorisierung vom Konto ein. Das ähnelt dem Schweizer Lastschriftverfahren. Häufige Anwendungsfälle sind Miete, Kreditraten, Versicherungen oder Abonnements.
Für vorautorisierte Belastungen von US-Verbraucherkonten wird eine schriftliche oder vergleichbar authentifizierte Autorisierung benötigt. Derartige Zahlungen können unter Umständen ausserdem bis drei Arbeitstage vor dem Einzug gestoppt werden.²
ACH ist meist schneller als ein Scheck, aber langsamer als eine Echtzeitzahlung. Die Organisation Nacha schätzt, dass rund 80 Prozent der ACH-Zahlungen innerhalb eines Bankarbeitstags oder schneller abgewickelt werden. ACH Credits können am selben bzw. innerhalb von 1-2 Bankarbeitstagen abgewickelt werden. ACH Debits werden typischerweise am selben oder nächsten Bankarbeitstag verarbeitet.³
Die tatsächliche Dauer hängt unter anderem von den folgenden Kriterien ab:
ACH gilt häufig als kostengünstige Möglichkeit für nicht dringende US-Zahlungen. Einen einheitlichen Endkundenpreis gibt es jedoch nicht. Die beteiligte Bank oder der Zahlungsdienst bestimmt, ob und in welcher Höhe eine Gebühr anfällt.
Bei einer Zahlung aus der Schweiz solltest du neben der Überweisungsgebühr Folgendes prüfen:
Das hängt davon ab, was genau mit «per ACH bezahlen» gemeint ist.
Ein gewöhnliches Schweizer Konto nimmt nicht direkt am US-amerikanischen ACH Network teil. Mit einer CH-IBAN allein kannst du daher keine lokale ACH-Zahlung auslösen. Für eine unmittelbare ACH-Belastung werden geeignete US-Kontodaten benötigt.
Wenn du nur ein Schweizer CHF-Konto besitzt, kannst du stattdessen eine internationale Banküberweisung per SWIFT nutzen oder einen Zahlungsdienst wählen, der CHF entgegennimmt, in USD umtauscht und den Empfänger lokal bezahlt.
Mit einem US-Konto oder einem internationalem Multi-Währungskonto wie dem von Wise kannst du eine Überweisung in die USA einrichten und die verfügbaren Methoden für deine Route auswählen. Nach Eingang und etwaigem Währungsumtausch kann der jeweilige Dienstleister USD an ein US-Konto senden, das ACH- oder Wire-Zahlungen akzeptiert. Für den Empfänger werden unter anderem Name, Adresse, Kontonummer, Kontotyp und die passende neunstellige Routing Number benötigt.
Dabei sind zwei Vorgänge zu unterscheiden: du finanzierst die Überweisung beispielsweise in CHF über eine in der Schweiz verfügbare Methode. Die anschliessende Auszahlung in den USA kann lokal über ACH erfolgen. Dein Schweizer Konto wird dadurch nicht zu einem ACH-Konto.
Wenn du ein Konto mit USD-Kontodaten hast, kannst du diese Kunden, Arbeitgebern oder Finanz-Plattformen in den USA mitteilen. Benötigt werden typischerweise:
Kommt die USD-Zahlung nicht von einem US-Konto, ist ACH normalerweise nicht die passende Strecke. In diesem Fall können internationale SWIFT-Daten erforderlich sein.
Diese Begriffe werden häufig verwechselt:
Achte besonders auf die Routing Number: Manche US-Banken verwenden unterschiedliche Nummern für ACH und Wire. Eine Nummer auf einem Scheck muss daher nicht zwingend die richtige Routing Number für die gewünschte Zahlungsart sein.
ACH ist ein etabliertes Zahlungssystem. Dennoch können falsche Angaben, unberechtigte Belastungen und Betrugsversuche zu Verlusten oder Verzögerungen führen.
Beachte deshalb folgende Punkte:
Verlasse dich nicht darauf, dass jede ACH-Zahlung wie eine Kartenzahlung zurückgebucht werden kann. Ob eine Zahlung gestoppt, zurückgegeben oder korrigiert werden kann, hängt von Zahlungsrichtung, Rückgabegrund, Frist und Anbieter ab.

Mit dem Wise Multi-Währungskonto kannst du kostenlos eine eigene US-Kontoverbindung erhalten, um USD-Zahlungen wie mit einem Konto vor Ort abzuwickeln – ganz ohne die meist komplizierte Kontoeröffnung bei einer US-Bank. Zusätzlich kannst du insgesamt 40+ Währungen in deinem Wise-Konto an einem Ort verwalten, beispielsweise auch Euro, Franken, Pfund und viele mehr. Guthaben in USD, Euro und GBP kannst du sogar in Fonds anlegen, um Rendite zu erhalten.
Mit Wise dauert eine lokale USD-Auszahlung an ein US-Bankkonto über ACH gewöhnlich 0 bis 3 Arbeitstage. Eine eingehende ACH-Zahlung auf USD-Kontodaten kann oft innerhalb weniger Stunden eintreffen, in einzelnen Fällen aber bis zu vier Arbeitstage benötigen.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der ACH-Laufzeit und der gesamten Überweisungsdauer. Wenn du zuerst CHF einzahlst und diese in USD umgetauscht werden, kommen diese Schritte zur lokalen ACH-Auszahlung hinzu.
Der Empfang einer ACH-Zahlung auf USD-Kontodaten von Wise ist kostenlos. Für eine US-Wire- oder internationale SWIFT-Zahlung können dagegen Empfangs- und Korrespondenzbankgebühren anfallen.
Eine ACH-Zahlung ist eine lokale elektronische USD-Zahlung innerhalb des US-Bankensystems. Für Personen in der Schweiz wird sie vor allem dann wichtig, wenn Geld an ein US-Konto gesendet oder aus den USA empfangen werden soll.
Für Schweizer Zahlungen bleiben Banküberweisung, Instant Payment, QR-Rechnung, eBill, Lastschrift und TWINT meist die passenderen Methoden. Für EUR-Zahlungen kommt SEPA infrage; bei internationalen Bankzahlungen kann SWIFT relevant sein.
ACH ist kein Schweizer Zahlungssystem, sondern ausschliesslich auf Zahlungen in USD zwischen teilnehmenden US-Finanzinstituten ausgelegt.
Nein. Für eine lokale ACH-Zahlung werden eine US-Kontonummer und eine passende Routing Number benötigt. Für eine direkte Zahlung an deine Schweizer IBAN braucht der Absender eine andere Überweisungsstrecke.
Die Routing Number ist eine neunstellige Nummer, die ein US-Finanzinstitut für eine bestimmte Zahlungsart identifiziert. Prüfe immer, ob die angegebene Nummer für ACH oder Wire vorgesehen ist.
Standard-ACH-Zahlungen richten sich nach US-Bankarbeitstagen. Wochenenden und Feiertage können die Laufzeit verlängern. Eine am Wochenende erteilte Zahlung wird daher üblicherweise erst am folgenden Bankarbeitstag weiterverarbeitet.
Vor Beginn der Verarbeitung kann eine Stornierung je nach Bank oder Anbieter möglich sein. Danach gelten bestimmte Rückgabe- und Korrekturregeln. Wende dich möglichst sofort an deinen Anbieter, wenn Angaben falsch sind oder du eine Belastung nicht kennst.
Quellen (Stand 04.08.2026):
*Services für Schweizer Kunden werden von Wise Payments Limited zur Verfügung gestellt. Wise Payments Limited ist als Electronic Money Institution (EMI) bei der UK Financial Conduct Authority (FCA) mit der Zulassungsnummer 900507 registriert.
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